Ich möchte hier
mit einer kleinen Fotoserie á la "Dr. Sommer aus der Bravo" darstellen,
wie ich mein C-Gleis im sichtbaren Bereich der Anlage gesupert habe.
Das Märklin
C-Gleis ist seit 1996 auf dem Markt, und wie bei so vielen Dingen bei der
Fa. Märklin kann man sich über die Optik streiten. Aber was bei
Märklin unstrittig ist, ist die Funktionalität der Artikel. So
ist es auch mit dem C-Gleis. Es ist nicht das schönste Gleissystem
und es gibt auch noch Lücken im Programm, aber die Zuverlässigkeit
der Weichen und die Laufsicherheit fast ALLER Modellbahnprodukte ist sehr
gut!
Um der "Schönheit"
ein wenig nachzuhelfen, habe ich meine Gleise im sichtbaren Bereich mit
Rostfarbe behandelt und die Flanken mit Schotter auf eine vorbildähnliche
Breite aufgeschüttet. Dort, wo die Gleise in der Natur ebenerdig eingeschottert
sind, wie zum Beispiel im Bahnhofsbereich, BW oder in einer Abstellgruppe,
habe ich die Gleiszwischenräume mit 8mm Sperrholz aufgefüttert.
Das kann man auch mit 8mm Styrodur machen.
Die Vorteile vom
Sperrholz sind:
1. Es ist einfacher
in dieser Stärke zu besorgen
2. Bei der Installation
von Gleisfeldleuchten haben diese direkt ein festes Fundament.
Die Vorteile von
Styrodur sind:
1. Leichter als
Sperrholz. Dies ist gerade bei Modulen, die transportiert werden müssen,
ein nicht zu unterschätzender Faktor
2. Leichter zu bearbeiten,
insbesondere bei kurvenreichen Gleisgeometrien
Vorgehensweise: 1. Schienenflanken mit Rostfarbe behandeln. Ich habe meine Gleise
mit der Rostfarbe aus dem Faller Patinaset NR. 170697 bemalt. Dazu benutze
ich einen Pinsel der Stärke 2 . Es geht aber auch mit jeder anderen
Modellbau- Rostfarbe, zum Beispiel von der Fa. Revell. Man kann mit so
einer Dose von XXml. ca 20- 30m Gleismaterial behandeln.
Die Schienen werden
am besten im ausgebauten Zustand bemalt. Die Weichen und Kreuzungen sind
etwas kniffliger, weil man hier aufpassen sollte, nicht die notwendigen
Kontaktpunkte zu überpinseln. Es kann auch passieren, dass nach dem
Trocknen der Farbe hier und da eine Weichenzunge festklebt. Keine Angst,
mit ein paar Schaltvorgängen und nachhelfen mit dem Finger sind diese
schnell wieder gangbar gemacht.
2. Gleiszwischenräume
ausfüttern. Wie schon oben beschrieben
habe ich die Zwischenräume mit Sperrholz schwellenbündig ausgefüttert.
In diese Zwischenstücke müssen vorher alle nötigen Löcher
und Aussparungen eingearbeitet sein. Diese Aussparungen braucht man z.B.
für Signalantriebe oder Oberleitungsmasten bzw. deren Sockel. Denn
nachher bekommt man diese nur mit großem Aufwand und mit der Gefahr,
das Gleis zu beschädigen, eingearbeitet.
Desweiteren habe
ich dort, wo nachher "Erdreich" zwischen den Gleisen dargestellt wird,
schon dünn mit erdbraunem Quarzsand-Leim-Farb-Gemisch die Füllstücke
vor dem Einbau bespachtelt.
3. Gleise einschottern Dies sieht man auf
den Bildern am besten. Ich habe als Schottermaterial Noch Schotter Grau
für HO benutzt. Dieser besteht aus Naturstein, hat ein hohes Eigengewicht.
Hierbei sind nur folgende Dinge zu beachten:
• Farbe des Leimwassergemisches
Das sollte man am
besten vorher an einem Stück Gleis, das auf einem Brett montiert ist,
oder im Tunnelbereich austesten. Wenn man den richtigen Farbton gefunden
hat, sollte man sich das ungefähre Mischungsverhältnis merken
oder notieren. Der Idealfall wäre, wenn man den kompletten Bedarf
in einer Charge ansetzt. Aber wer weiß schon vorher, wie viel Liter
er benötigt. Außerdem ist es auch kein Problem verschiedene
Farbtöne zu benutzen, denn der Schotter hat beim Vorbild, durch Reparaturstellen
etwa, auch verschiedene Farbtöne. Beim Grauton kommt es besonders
auf den Schwarzanteil an, das Weiß kommt ja schon durch den Leim.
Ich hatte immer ein Verhältnis von 1/4 Leim, 3/4 Wasser, dazu 1 Tropfen
Spülmittel (zum Entspannen des Wassers) und je nach Grautönung
schwarze Dispersionsfarbe, z.B. von Alpina.
• Tunneleinfahrten
sollten, bevor das Tunnelportal mit Tunnelröhre montiert wird, wenigstens
schon zwischen den Gleisen beschottert werden. Der Rand wird, nachdem die
Tunnelröhre montiert ist, geschottert.
• Wenn die Gleise
später mit einer Oberleitung überspannt werden sollen, müssen
die Standpunkte und die Art der Masten schon feststehen. Je nach Oberleitung
müssen schon die Sockel oder die ganzen Masten stehen.
So das wäre
es erst einmal mit der schriftlichen Theorie. Frei nach dem Motto: „Ein
Bild sagt mehr als tausend Worte!“ kommen jetzt die Bilder von den einzelnen
Arbeitsschritten und noch ein paar Bilder vom Endergebnis.
Schienenflanken mit Pinsel bemalen
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Reinigen der Schienenköpfe
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Vorher Nacher Vergleich. Leider ist das Foto ein
wenig unscharf.
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Das fertige Endergebnis.
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Hier sieht man die Utensilien die ich gebraucht
habe. Wie man sehen kann viele Dinge aus dem täglichen Gebrauch. Wie
zum Beispiel die Gewürzsalzdose zum feinen dosieren des Streumaterials.
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Hier ist die Pappschablone mit der ich das Schotterbett
in Form gebracht habe. Diese ist nur für eine Seite der Schotterböschung,
dies hat sich als zweckmäßiger herausgestellt.
Dies ist der Gleisbereich der eingeschottert werden
soll.
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Das helle Sperrholz ist die Ausfütterung
die ich im Text beschrieben habe.
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Nun geht’s ans Einschottern. Zuerst werden die
Böschungen und ein ca. 1cm breiter Streifen der Gleistrasse satt mit
Leim eingepinselt.
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Jetzt kommt die "Gewürzdose" mit dem Schotter
zum Einsatz.
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Danach wird mit der Schablone die Böschung
geformt.
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Mit dem Pinsel wird im ersten Schritt sorgfälltig
die Böschung- sohle gerade gefegt.
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Im zweiten Durchgang noch der obere Teil....
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....und schon ist eine Seite fertig zum fixieren.
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Hier wird mit einer Einwegspritze und Kanüle
das Wasser-Leim-
Farbgemisch aufgträuffelt. Diese Utensilien
bekommt man in einer Apotheke.
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Hier ist noch mal der Weichen-
bereich von oben. Schön zu sehen sind die
Sockel für die Signale. Hier wird später ein Vorsignal und ein
Einfahrtsignal hinkommen.
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Der Weichenbereich mit der Ausfütterung.
Auf die helle Stelle kommt noch der feinere N-Schotter.
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Dies ist der beschriebene Anlagenteil.
(Feb. 2003)
So wirkt der Gleisbereich doch schon recht anschaulich.
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Hier kann man das breite Schotterbett gut erkenen.
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Dies ist ein Anlagenteil in dem die Gleise Schwellenbündig
eingeschottert sind.