C-Gleis supern und einschottern

Von Norbert Burkert

Ich möchte hier mit einer kleinen Fotoserie á la "Dr. Sommer aus der Bravo" darstellen, wie ich mein C-Gleis im sichtbaren Bereich der Anlage gesupert habe.
Das Märklin C-Gleis ist seit 1996 auf dem Markt, und wie bei so vielen Dingen bei der Fa. Märklin kann man sich über die Optik streiten. Aber was bei Märklin unstrittig ist, ist die Funktionalität der Artikel. So ist es auch mit dem C-Gleis. Es ist nicht das schönste Gleissystem und es gibt auch noch Lücken im Programm, aber die Zuverlässigkeit der Weichen und die Laufsicherheit fast ALLER Modellbahnprodukte ist sehr gut!

Um der "Schönheit" ein wenig nachzuhelfen, habe ich meine Gleise im sichtbaren Bereich mit Rostfarbe behandelt und die Flanken mit Schotter auf eine vorbildähnliche Breite aufgeschüttet. Dort, wo die Gleise in der Natur ebenerdig eingeschottert sind, wie zum Beispiel im Bahnhofsbereich, BW oder in einer Abstellgruppe, habe ich die Gleiszwischenräume mit 8mm Sperrholz aufgefüttert. Das kann man auch mit 8mm Styrodur machen. 

Die Vorteile vom Sperrholz sind:
1. Es ist einfacher in dieser Stärke zu besorgen
2. Bei der Installation von Gleisfeldleuchten haben diese direkt ein festes Fundament.

Die Vorteile von Styrodur sind:
1. Leichter als Sperrholz. Dies ist gerade bei Modulen, die transportiert werden müssen, ein nicht zu unterschätzender Faktor
2. Leichter zu bearbeiten, insbesondere bei kurvenreichen Gleisgeometrien

Vorgehensweise:
1. Schienenflanken mit Rostfarbe behandeln.
Ich habe meine Gleise mit der Rostfarbe aus dem Faller Patinaset NR. 170697 bemalt. Dazu benutze ich einen Pinsel der Stärke 2 . Es geht aber auch mit jeder anderen Modellbau- Rostfarbe, zum Beispiel von der Fa. Revell. Man kann mit so einer Dose von XXml. ca 20- 30m Gleismaterial behandeln.
Die Schienen werden am besten im ausgebauten Zustand bemalt. Die Weichen und Kreuzungen sind etwas kniffliger, weil man hier aufpassen sollte, nicht die notwendigen Kontaktpunkte zu überpinseln. Es kann auch passieren, dass nach dem Trocknen der Farbe hier und da eine Weichenzunge festklebt. Keine Angst, mit ein paar Schaltvorgängen und nachhelfen mit dem Finger sind diese schnell wieder gangbar gemacht.

2. Gleiszwischenräume ausfüttern.
Wie schon oben beschrieben habe ich die Zwischenräume mit Sperrholz schwellenbündig ausgefüttert. In diese Zwischenstücke müssen vorher alle nötigen Löcher und Aussparungen eingearbeitet sein. Diese Aussparungen braucht man z.B. für Signalantriebe oder Oberleitungsmasten bzw. deren Sockel. Denn nachher bekommt man diese nur mit großem Aufwand und mit der Gefahr, das Gleis zu beschädigen, eingearbeitet.
Desweiteren habe ich dort, wo nachher "Erdreich" zwischen den Gleisen dargestellt wird, schon dünn mit erdbraunem Quarzsand-Leim-Farb-Gemisch die Füllstücke vor dem Einbau bespachtelt.

3. Gleise einschottern
Dies sieht man auf den Bildern am besten. Ich habe als Schottermaterial Noch Schotter Grau für HO benutzt. Dieser besteht aus Naturstein, hat ein hohes Eigengewicht. Hierbei sind nur folgende Dinge zu beachten:

• Farbe des Leimwassergemisches 
Das sollte man am besten vorher an einem Stück Gleis, das auf einem Brett montiert ist, oder im Tunnelbereich austesten. Wenn man den richtigen Farbton gefunden hat, sollte man sich das ungefähre Mischungsverhältnis merken oder notieren. Der Idealfall wäre, wenn man den kompletten Bedarf in einer Charge ansetzt. Aber wer weiß schon vorher, wie viel Liter er benötigt. Außerdem ist es auch kein Problem verschiedene Farbtöne zu benutzen, denn der Schotter hat beim Vorbild, durch Reparaturstellen etwa, auch verschiedene Farbtöne. Beim Grauton kommt es besonders auf den Schwarzanteil an, das Weiß kommt ja schon durch den Leim. Ich hatte immer ein Verhältnis von 1/4 Leim, 3/4 Wasser, dazu 1 Tropfen Spülmittel (zum Entspannen des Wassers) und je nach Grautönung schwarze Dispersionsfarbe, z.B. von Alpina.

• Tunneleinfahrten sollten, bevor das Tunnelportal mit Tunnelröhre montiert wird, wenigstens schon zwischen den Gleisen beschottert werden. Der Rand wird, nachdem die Tunnelröhre montiert ist, geschottert.

• Wenn die Gleise später mit einer Oberleitung überspannt werden sollen, müssen die Standpunkte und die Art der Masten schon feststehen. Je nach Oberleitung müssen schon die Sockel oder die ganzen Masten stehen.

So das wäre es erst einmal mit der schriftlichen Theorie. Frei nach dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ kommen jetzt die Bilder von den einzelnen Arbeitsschritten und noch ein paar Bilder vom Endergebnis.
 
 
 
 

Schienenflanken mit Pinsel bemalen
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Reinigen der Schienenköpfe
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Vorher Nacher Vergleich. Leider ist das Foto ein wenig unscharf.
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Das fertige Endergebnis.
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Hier sieht man die Utensilien die ich gebraucht habe. Wie man sehen kann viele Dinge aus dem täglichen Gebrauch. Wie zum Beispiel die Gewürzsalzdose zum feinen dosieren des Streumaterials.
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Hier ist die Pappschablone mit der ich das Schotterbett in Form gebracht habe. Diese ist nur für eine Seite der Schotterböschung, dies hat sich als zweckmäßiger herausgestellt.
Dies ist der Gleisbereich der eingeschottert werden soll.
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Das helle Sperrholz ist die Ausfütterung die ich im Text beschrieben habe.
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Nun geht’s ans Einschottern. Zuerst werden die Böschungen und ein ca. 1cm breiter Streifen der Gleistrasse satt mit Leim eingepinselt.
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Jetzt kommt die "Gewürzdose" mit dem Schotter zum Einsatz.
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Danach wird mit der Schablone die Böschung geformt.
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Mit dem Pinsel wird im ersten Schritt sorgfälltig die Böschung- sohle gerade gefegt.
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Im zweiten Durchgang noch der obere Teil....
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....und schon ist eine Seite fertig zum fixieren.
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Hier wird mit einer Einwegspritze und Kanüle das Wasser-Leim-
Farbgemisch aufgträuffelt. Diese Utensilien bekommt man in einer Apotheke.
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Hier ist noch mal der Weichen- 
bereich von oben. Schön zu sehen sind die Sockel für die Signale. Hier wird später ein Vorsignal und ein Einfahrtsignal hinkommen.
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Der Weichenbereich mit der Ausfütterung. Auf die helle Stelle kommt noch der feinere N-Schotter.
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Dies ist der beschriebene Anlagenteil.
(Feb. 2003)
So wirkt der Gleisbereich doch schon recht anschaulich.
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Hier kann man das breite Schotterbett gut erkenen.
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Dies ist ein Anlagenteil in dem die Gleise Schwellenbündig eingeschottert sind.